Am Sonntagabend ist oft noch etwas Ruhe, bevor die Woche beginnt. Diese Zeit lässt sich nutzen, um das Gemüse für die kommenden Tage vorzubereiten. Wer alles auf einmal wäscht und rüstet, spart sich an den Werktagen viele einzelne Handgriffe. Am Abend muss man dann nur noch das Passende aus dem Kühlschrank nehmen. Das macht das Kochen nach einem langen Tag deutlich leichter.
Zuerst wird das Gemüse gründlich gewaschen, damit Erde und Sand verschwinden. Rüebli, Sellerie und Lauch brauchen dafür besonders viel Aufmerksamkeit. Danach schält oder rüstet man alles und schneidet es in Stücke, die zu den geplanten Gerichten passen. Für Suppen genügen grobe Würfel, für Pfannengerichte eher schmale Streifen. Wer beim Schneiden schon an das Essen denkt, muss später nichts mehr anpassen.
Trennen, verpacken, beschriften
Nicht alles gehört in dieselbe Dose. Feste Sorten wie Rüebli und Kohl lassen sich zusammen aufbewahren, zartes Blattgemüse hingegen braucht einen eigenen Platz. Ein leicht angefeuchtetes Tuch in der Dose schützt empfindliche Sorten vor dem Austrocknen. Getrennte Behälter verhindern, dass sich Feuchtigkeit und Gerüche vermischen. So bleibt jedes Gemüse in gutem Zustand, bis es gebraucht wird.
Eine kurze Beschriftung erleichtert die Übersicht. Auf einem Stück Klebeband steht, was in der Dose ist und wofür es gedacht ist. So weiss man am Dienstag sofort, welche Dose für die Suppe bestimmt war und welche für die Pfanne. Gerade wer allein oder zu zweit lebt, kauft oft kleine Mengen und will nichts vergessen. Ein Blick in den Kühlschrank zeigt dann genau, was noch bereitsteht.
Beim Vorbereiten fällt oft auch Abfall an, den man weiterverwenden kann. Enden und Stiele von Lauch, Sellerie oder Petersilie lassen sich sammeln und später für eine Brühe verwenden. Man legt sie einfach in ein separates Gefäss im Gefrierfach. Wenn genug beisammen ist, kocht man daraus eine Grundlage für Suppen und Saucen. So wird aus dem Rüsten gleich ein doppelter Nutzen.
Mit der Zeit wird das Rüsten am Sonntag zu einem festen Teil der Woche. Man hört dabei vielleicht Musik, schneidet in Ruhe und geniesst das Gefühl, vorgesorgt zu haben. Unter der Woche zahlt sich das mehrfach aus, weil das Kochen viel schneller beginnt. Selbst an einem hektischen Abend steht dann rasch ein warmes Essen bereit. Die Vorbereitung ist kein Aufwand, sondern eine Hilfe für den eigenen Alltag.