Ein Sonntagsbraten ist mehr als nur ein Essen für einen Tag. Gerade wenn man nur zu zweit oder allein am Tisch sitzt, bleibt von einem ganzen Poulet meist viel übrig. Statt den Rest lästig zu finden, kann man ihn als Grundlage für mehrere Gerichte nutzen. Mit etwas Planung gibt es dann unter der Woche etwas Vertrautes, das doch jedes Mal anders schmeckt.
Am Sonntag selbst wird das Fleisch warm serviert, mit Kartoffeln oder Gemüse. Sobald alle satt sind, lohnt es sich, den Rest gleich vom Knochen zu lösen. Das Fleisch kommt in eine Dose, die Knochen wandern in einen Topf. Wer das noch am selben Abend erledigt, muss am nächsten Tag nichts mehr vorbereiten. Auch die Küche bleibt dadurch schneller aufgeräumt.
Aus dem Rest mehrere Gerichte machen
Aus den Knochen kocht man mit Zwiebel, Rüebli und Kräutern eine Brühe. Sie bildet die Grundlage für eine Suppe, in die man später Fleischstücke, Nudeln oder Gemüse gibt. Die Brühe lässt sich auch einfrieren und bei Bedarf portionsweise verwenden. So hat man für einen anderen Tag bereits eine Basis, ohne noch einmal von vorn beginnen zu müssen. Nichts geht verloren, und der Geschmack ist kräftig und rund.
Das zerzupfte Fleisch lässt sich vielseitig verwenden. Mit Mayonnaise, Senf und Gemüse wird es zur Füllung für belegte Brote. Mit Reis, Kräutern und einer leichten Sauce wird daraus eine warme Pfanne. In einem Salat mit knackigem Gemüse ersetzt es eine aufwendigere Zutat. So entsteht aus einem einzigen Braten eine ganze Reihe verschiedener Mahlzeiten.
Auch die Reste der Beilagen bleiben nicht ungenutzt. Übrige Kartoffeln werden am nächsten Tag zu Rösti oder einer Bratkartoffelpfanne. Gemüse vom Sonntag wandert in die Suppe oder in eine Füllung. Wer mit diesen Ideen im Kopf kocht, plant schon am Sonntag die kommenden Tage mit. Das gibt dem Braten einen höheren Wert, ohne dass mehr Arbeit anfällt.
Es lohnt sich, die Reste bewusst zu verplanen. Ein kurzer Zettel am Kühlschrank hält fest, welche Dosen wofür gedacht sind. So weiss man am Dienstag, dass das Fleisch für den Salat bestimmt ist und die Brühe für die Suppe. Wer so vorgeht, muss weniger überlegen und wirft weniger weg. Der Sonntagsbraten wird zu einem Helfer, der die ganze Woche über nützlich ist.